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Brigitte Zypries - Bundestagsabgeordnete für Darmstadt-Dieburg

5. Jahrestag: Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland in Kraft

Bundespolitik

"Viel geschafft und noch viel zu tun - Inklusion muss selbstverständlich werden", sagt Brigitte Zypries, "Menschen mit Behinderungen haben - wie alle anderen Menschen auch - das Recht auf Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Als Sozialdemokratin setze ich mich dafür ein, dass dieses Recht Wirklichkeit und die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt wird."

Über 9,5 Millionen Menschen mit Behinderungen leben in Deutschland. Das sind fast 12 Prozent der Bevölkerung. Etwa jeder vierte in Deutschland lebende Mensch muss mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder chronischen Krankheit leben. Fünf Jahre nach Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention stoßen diese Menschen noch immer auf Barrieren. "Das darf nicht sein", sagt Brigitte Zypries. Mit der Erarbeitung eines Bundesteilhabegesetzes setzt die SPD nun pünktlich zum 5. Jahrestag der UN-Behindertenrechtskonvention einen großen Meilenstein zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich dafür ein, dass das Bundesteilhabegesetz im Jahr 2016 verabschiedet wird und im Jahr 2017 in Kraft tritt. 

"Der beste Weg zu diesem Ziel sind Initiativen wie z.B. das Projekt ,Inklusives Martinsviertel' im Darmstädter Martinsviertel. Das Projekt bringt alle Bürger des Viertels zusammen und setzt damit auf Inklusion ,ohne dass Inklusion draufsteht'. Das 2012 ins Leben gerufene Projekt hat seit seinem Bestehen bereits über 50 Veranstaltungen wie Theater, Spiele, Sport und Austauschrunden organisiert. Ziel ist es, einen inklusiven und barrierefreien Sozialraum zu schaffen - nicht nur für Menschen mit Behinderung, sondern für alle Bewohner des Viertels. Brigitte Zypries: "Durch den selbstverständlichen Kontakt und gemeinsame Erfahrungen werden nicht nur Barrieren, sondern auch Vorurteile und darauf beruhende Diskriminierung abgebaut."

Die Ungleichbehandlung von Menschen mit und ohne Behinderung drückt sich bereits in den ungleichen Schulabschlüssen aus. Nahezu drei Viertel der Förderschülerinnen und -schüler verlassen die Schule ohne einen qualifizierenden Abschluss. Eine gute Bildung gilt jedoch nach wie vor als einer der Schlüssel auf dem Weg zu gesellschaftlicher Teilhabe und Selbstbestimmung. "Wir brauchen daher ein inklusives Bildungssystem, das den Bedürfnissen aller Kinder gerecht wird", meint Brigitte Zypries.

Auf dem Arbeitsmarkt weisen insbesondere schwerbehinderte Menschen niedrigere Erwerbsquoten auf. Sie sind auch häufiger und durchschnittlich länger von Arbeitslosigkeit betroffen als die übrige Bevölkerung. "Gemeinsam mit der SPD- Bundestagsfraktion setze ich mich deswegen dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt eine Beschäftigung finden und bessere Ausbildungsmöglichkeiten erhalten. Zudem ist mir wichtig, dass ein barrierefreier Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Informationen und politischen Beteiligungsmöglichkeiten alltägliche Normalität wird. Teilhabe und Selbstbestimmung müssen in Zukunft selbstverständliche Bestandteile der Lebensführung von Menschen mit Behinderungen sein", erklärt Brigitte Zypries, die auch Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist.

 
 


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