Auf einer Betriebs- und Personalrätekonferenz am vergangenen Freitag, den 4.5.2012, in Darmstadt forderte Brigitte Zypries eine zeitgemäße Vollbeschäftigungspolitik. Mit über 60 Beschäftigtenvertretern und dem ehemaligen IG Metall-Vorsitzenden Jürgen Peters diskutierte sie über prekäre Arbeitsverhältnisse und die zunehmende Belastung der Beschäftigten.
Brigitte Zypries fordert Regulierung von Leiharbeit
Bundespolitik
In seinem Eingangsreferat wies Peters darauf hin, dass sich die atypischen und damit oft prekären Arbeitsverhältnisse in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 3,5 Millionen erhöht haben, während sich die so genannten Normalarbeitsverhältnisse um 3,8 Millionen verringerten. So sei zwar die Zahl der Arbeitslosen gerade in den vergangenen Jahren kleiner geworden, aber viele Beschäftigte könnten von ihrem Arbeitseinkommen nicht mehr leben und wären gezwungen, staatliche Unterstützungsleistungen ergänzend zu beantragen. Brigitte Zypries forderte, Leiharbeit stärker zu regulieren, um den Missbrauch einzudämmen. Zudem sprach sie sich dafür aus, einen flächendeckenden Mindestlohn gesetzlich festzuschreiben.
Betriebs- und Personalräte wiesen darauf hin, dass die Arbeitsintensität, nicht zuletzt auch durch die neuen Medien, in vielen Berufen deutlich gestiegen ist. Psychische Erkrankungen und Burn-out seien die Folge. Mehr Angebote zur Gesundheitsvorsorge seien notwendig, um dies zu vermeiden.
Brigitte Zypries zog eine positives Fazit über das Treffen mit den Beschäftigtenvertretern: "Eine gute Vernetzung untereinander ist sehr wichtig für den Austausch guter Ideen und Ansätze. Mit der jährlichen Betriebs- und Personalrätekonferenz möchte ich dazu einen Beitrag leisten."




