Professor Ulf Papenfuß von der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg hat untersucht, ob und wie Unternehmen mit Bundesbeteiligung oder in kommunaler Hand die Vergütungen ihrer Manager offen legen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Zwei Drittel aller Unternehmen in mehrheitlich staatlichem Eigentum veröffentlichen keine einzige Zahl über die Vergütung ihrer Manager. Einige geben immerhin Gesamtsummen für alle Mitglieder der Geschäftsführung an.
Den Anforderungen, wie sie an börsennotierte Aktiengesellschaften gestellt werden, genügen nur etwa 17 %.
Brigitte Zypries fordert Transparenz bei den Vergütungen für die Manager der kommunalen Unternehmen
Wahlkreis
Zypries hatte als Justizministerin 2005 durchgesetzt, dass alle börsennotierten Gesellschaften die Gehälter ihrer Vorstände individuell, also namentlich und in allen Details, zu publizieren haben. Sie kritisiert: "Ich habe immer gefordert, dass die Offenlegung der Gehälter der Manager auch für die Betriebe in öffentlicher Hand gelten muss. Der Bund, die Länder und die Kommunen sind nach den desaströsen Ergebnissen der Untersuchung von Professor Papenfuß aufgefordert, verpflichtende Regelungen zu verabschieden.
Das gilt auch für die Unternehmen der Stadt Darmstadt, wo allein die HEAG Holding und die HSE den Anforderungen der Transparenz
genügen. Die Sparkasse weist nur eine Gesamtsumme aus, Bauverein,HEAG mobilo, Klinikum und Darmstadtium verzichten vollständig auf die Offenlegung. Hier ist die Stadtregierung gefordert, für mehr Transparenz zu sorgen."




