Header-Bild

Brigitte Zypries - Bundestagsabgeordnete für Darmstadt-Dieburg

Erinnerung wachhalten - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Allgemein

Am 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Im Jahr 1945 ist an diesem Tag das Konzentrationslager Auschwitz befreit worden. In Darmstadt wie in der Bundeshauptstadt wird mit Ausstellungen und Veranstaltungen in diesen Tagen der Millionen von Menschen gedacht, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt, ihrer Rechte beraubt und ermordet wurden.

Im Deutschen Bundestag ist jetzt die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ eröffnet worden, die anschließend auf Reise durch ganz Deutschland gehen wird. „Der Tag ist nicht mehr fern, an dem keiner der Zeitzeugen mehr lebt. Wir müssen Wege finden, die Erinnerung trotzdem wachzuhalten. Die Anne Frank-Ausstellung ist ein gelungener Versuch, das zu tun“, sagt die Darmstädter Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries. Die Wanderausstellung erzählt die Lebensgeschichte von Anne Frank mit vielen bisher unveröffentlichten Fotos und Dokumenten. „Besonders gefällt mir, dass die Ausstellung nicht beim Zurückblicken verharrt, sondern die Perspektive einmal umkehrt und sich auch direkt an uns wendet“, so Zypries. „Zum Beispiel werden Jugendliche danach gefragt, was ihr Leben mit Anne Frank zu tun hat.
Wie reagieren wir heute auf Fremde, wie ist es in unserer Zeit um Freiheit, Chancengleichheit und Demokratie bestellt? Was können wir für Toleranz tun und wie möchten wir heute zusammen leben? Das sind die entscheidenden Fragen, die man immer wieder stellen muss – für unser Miteinander sind wir selbst verantwortlich.“
Auch in Darmstadt finden in der Woche des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus zahlreiche Veranstaltungen statt.
Am Dienstag (24.) stellt Michaela Rützel in der Alexander-Haas-Bibliothek (Literaturhaus/Kennedyhaus, 2. Stock, Kasinostraße 3) das Projekt Stolpersteine in Darmstadt“ vor und präsentiert exemplarisch einige Biographien deportierter Darmstädter Juden. Die „Stolpersteine“ sind eine Idee des Künstlers Gunter Demnig: Er verlegt die gravierten Steine vor den Häusern, in denen Juden und andere Opfer des Nationalsozialistischen Regimes gelebt haben. Brigitte Zypries unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Zur Zeit des Nationalsozialismus sind fast alle Darmstädter Juden deportiert und umgebracht worden. Die Stolpersteine nennen die Opfer bei ihrem Namen. So wird immer wieder deutlich, dass sie nicht abstrakte Zahlen sind, sondern Menschen“. Seit 2005 wird das bundesweite Projekt auch in Darmstadt umgesetzt.
Am Donnerstag (26.) zeigt das Rex-Kino in der Grafenstraße auf Initiative der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit den Film „Fritz Bauer. Tod auf Raten“. Der Film erzählt mit Archivaufnahmen und Aussagen von Zeitzeugen das Leben des hessischen Juristen, der als Generalstaatsanwalt maßgeblicher Initiator der Frankfurter Auschwitzprozesse war und sich für die Aufhellung der NS-Verbrechen und die Rehabilitation der Widerstandskämpfer des 20. Juli eingesetzt hat.
Der Film beginnt um 18.00 Uhr, ein Gespräch im Offenen Haus schließt sich an.

 
 


Suchlupe

 

 

Wandern mit Brigitte Zypries Mit einem Klick kommen Sie zu den Bildern und Berichten der Sommerwanderung 2017

 

 

Infos zur Flüchtlingspolitik Mit einem Klick kommen Sie zur Infoseite