Rund 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger sind am vergangenen Freitag (4.9.) ins Nieder-Ramstädter Bürgerzentrum gekommen, um gemeinsam mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und Praktikern – Friedrich Wolbold von der AWO Mühltal und der Leiter der Seniorenwohnanlage Roßdorf Ekkehard Steinfeld – zur Zukunft der Pflege zu diskutieren. Gut ein Jahr nach In-Kraft-Treten der Pflegereform zogen wir eine erste Bilanz und kamen gemeinsam zu dem Schluss: Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz hat sowohl im Bereich der ambulanten Pflege als auch in den stationären Einrichtungen vieles in Bewegung gebracht. Vor allem für Demenzkranke und deren Betreuung ist einiges erreicht worden. Ulla Schmidt betonte in ihrer Einführung, wie wichtig die Definition eines Pflegebedürftigkeitsbegriffs für die Zukunft ist.
Wie wollen wir in Zukunft gepflegt werden und wer soll diese Pflege übernehmen – das sind die Fragen, die uns noch beschäftigen werden.
Fraktion vor Ort: Ulla Schmidt in Mühltal
Wahlkreis
In der Diskussion mit den Anwesenden standen Fragen zur Situation von pflegenden Angehörigen im Mittelpunkt. Ulla Schmidt erläuterte ausführlich, warum beispielsweise Familien nicht den gleichen Betrag aus der Pflegekasse erhalten, wie für den Pflegebedürftigen bei stationärer Pflege bezahlt wird: Um das solidarische System der Pflegeversicherung und deren Infrastruktur zu erhalten, muss die professionelle Unterstützung - die im Übrigen auch an anderen Kriterien hinsichtlich Bezahlung, Ausbildung, Qualitätssicherung etc. gemessen werden muss – mit anderen Sätzen bemessen werden. Andernfalls kann dieses System nicht aufrecht erhalten werden.
Veröffentlicht am 01.09.2009




