Die Diskussionen um die GEMA-Tarifreform dauern an. Bundesweit fanden an den Standorten der GEMA-Bezirksdirektionen Demonstrationen gegen die geplante Reform statt. Club- und Diskothekenbetreiber befürchten eine unzumutbare finanzielle Belastung. Die neue Tarifstruktur soll laut GEMA dazu führen, dass vor allem kleinere und nichtkommerzielle Veranstaltungen entlastet werden, während größere Veranstaltungen (vor allem Diskotheken) künftig deutlich höhere Gebühren zahlen müssen.
"Es ist unbedingt geboten, dass die Tarifparteien jetzt auch Verhandlungen aufnehmen", sagte Brigitte Zypries. "Die Debatte muss dringend von beiden Seiten sachlich geführt werden, auch damit eine für viele Musikurheber so wichtige Institution wie die GEMA keinen nachhaltigen Schaden nimmt. Musik hat ihren Wert und soll angemessen bezahlt werden. Gleichzeitig darf es auch nicht zu unzumutbaren wirtschaftlichen Belastungen der Veranstalter kommen. Es ist leider offenbar nicht ausreichend in der Öffentlichkeit bekannt, dass die Änderungen am Tarif, die die GEMA mit dem Verband Deutscher Karneval vereinbart hat, für die gesamte Veranstaltungsbranche gültig sind."




