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Am Dienstag, 14. Juli 2015, ist der jahrzehntelange Atomkonflikt durch eine Vereinbarung gelöst worden. Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier, der einen wichtigen Beitrag bei den Verhandlungen leistete, schreibt in einem Brief an alle SPD-Abgeordneten: „Die Bewertung von Ereignissen und Vorgängen als ‚historisch‘ wird in der Politik ein wenig zu häufig bemüht. Doch hier scheint sie mir gerechtfertigt.“ Die vor Ostern vereinbarten Eckpunkte seien in Wien nach einem zweieinhalbwöchigen Verhandlungsmarathon in eine „Vereinbarung geflossen – ohne Abstriche und ohne Schlupflöcher“. Irans Griff nach der Atombombe sei langfristig, verlässlich und nachprüfbar ausgeschlossen. „Die Wiener Einigung hat bewiesen“, schreibt Frank-Walter Steinmeier, „dass selbst in tief sitzenden, historisch komplexen und von Misstrauen und Feindschaft überlagerten Konflikten eine Lösung möglich ist!“ Das gebe auch Hoffnung für den Bürgerkrieg in Syrien und die ganze Region des Mittleren Ostens. „Gerade weil friedliche Lösungen so selten gelingen, sollten wir umso aufmerksamer sein, wenn sie es tun, und die daraus sich eröffnenden Perspektiven umso entschlossener nutzen“, fordert er. „ Dazu besteht jetzt die historische Chance.“




