Im Streit um veröffentlichte Karikaturen des Propheten Mohammed und die Atompläne des Irans hat der SPD-Parteivorsitzende Matthias Platzeck eindringlich vor einer weiteren Eskalation gewarnt. Man dürfe keinen Kampf der Kulturen herbeireden, sagte Platzeck am Dienstag.
Platzeck: Kampf der Kulturen verhindern
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Erneut wandte er sich gegen eine „Militarisierung des Denkens“. Vielmehr müsse alles getan werden, ein atomares Wettrüsten im Nahen Osten zu vermeiden. „Wir müssen die Nerven behalten, wir müssen Augenmaß beweisen“, mahnte der SPD-Parteivorsitzende.
Steinmeier: Auf Dialog und Deeskalation setzen
Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed zur Mäßigung aufgerufen. Die Bundesregierung wolle nicht, „dass aus diesem Streit ein Kampf der Kulturen wird“, sagte Steinmeier am Montag. Zugleich verurteilte er die Ausschreitungen in arabischen Ländern. Diesen Aufruf zur Gewalt „können wir nicht hinnehmen“.
Steinmeier sagte, dass Deutschland auf einen Dialog setze, um zu einer Deeskalation der gespannten Lage beizutragen. Um die Rechtslage in Deutschland und die Meinungs- und Pressefreiheit darzustellen, nutze die Bundesrepublik ihre Kontakte zu hiesigen Botschaften und zu arabischen Ländern. Der Abbruch diplomatischer Beziehungen mit betroffenen Ländern stehe nicht zur Debatte, betonte Steinmeier. Damit solle ein Beitrag zur Sicherheit deutscher Staatsbürger in den jeweiligen Ländern geleistet werden.




