Am 12. Februar ist „Red Hand Day“, der internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Besonders Kinder und Jugendliche engagieren sich an diesem Tag mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten: Zum Beispiel werden als symbolisches ,,Nein“ zur Rekrutierung von Kindersoldaten auf der ganzen Welt rote Handabdrücke gesammelt und an Politiker übergeben.
,,Kinder gehören in die Schule, nicht in den Krieg!''
Allgemein
,,Die Kinder leiden nicht nur während ihrer Einsatzzeit“, sagt die Darmstädter Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries, „sondern der Krieg geht für sie weiter, noch lange nachdem er beendet ist. Denn was sie erlebt haben ist so traumatisierend, dass es ihr Leben zerstört.“ Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages hat auf Anregung von Kindern und Jugendlichen den Red Hand Day mit einem eigenen Stand im Paul-Löbe-Haus unterstützt: Am Dienstag (8.2.) hatten Politiker, Mitarbeiter und Besucher im Bundestag die Gelegenheit, ihre Handabdrücke abzugeben und so gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten zu protestieren. Auch Brigitte Zypries beteiligte sich: ,,Kinder gehören in die Schule, nicht in den Krieg!'' lautet ihr Statement. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen kämpfen weltweit rund 250.000 Kindersoldaten an den Fronten als Soldaten, Spione oder Nachrichtenübermittler, davon die meisten in Afrika, Kolumbien und Indien. Initiativen wie das deutsche Bündnis Kindersoldaten fordern psychologische und medizinische Versorgung für geflohene Kindersoldaten, sowie Gewährung von politischem Asyl und eine Bestrafung der Verantwortlichen.




