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Brigitte Zypries - Bundestagsabgeordnete für Darmstadt-Dieburg

Zum 70. Todestag von Carlo Mierendorff - Darmstädter Widerstandskämpfer und Sozialdemokrat

Allgemein

Am 4. Dezember jährt sich der Todestag von Carlo Mierendorff zum 70. Mal. Der in Darmstadt aufgewachsene Politiker, Sozialwissenschaftler und Schriftsteller war von 1926 bis 1930 Sekretär der SPD-Reichstagsfraktion und im Anschluss jüngstes Mitglied der SPD im Parlament. Ein Schwerpunkt seiner politischen Arbeit bildete der Kampf gegen die aufstrebende NSDAP. "Vor allem mit seinem Engagement im Bündnis ‚Reichsbanner’ und später bei der Gründung der ‚Eisernen Front’ hat Carlo Mierendorff einen wichtigen Beitrag zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus vor der Machtergreifung Hitlers geleistet", erklärt Brigitte Zypries.

Nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler floh Mierendorff aufgrund seiner politischen Gesinnung zusammen mit einem Großteil der SPD-Abgeordneten. Im Juni 1933 wurde er jedoch festgenommen und war bis 1938 in fünf verschiedenen Konzentrationslagern sowie im Berliner Gestapo-Gefängnis inhaftiert. Unter der Bedingung, sich nicht politisch zu betätigen, ließ man ihn 1938 frei.

Zusammen mit Helmuth James Graf von Moltke, Peter Graf Yorck von Wartenburg und weiteren Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft engagierte er sich unter dem Decknamen "Dr. Friedrich" im "Kreisauer Kreis" für den Widerstand in Deutschland und bildete ein wichtiges Bindeglied zwischen Sozialisten und dem militärischen Widerstand.

Am 4. Dezember 1943 starb Carlo Mierendorff in Leipzig durch einen alliierten Luftangriff. Er wurde auf dem Darmstädter Waldfriedhof begraben. Ihm zu Ehren tragen heute mehrere Straßen in Darmstadt und Umgebung seinen Namen. In Griesheim gibt es die Carlo-Mierendorff-Schule.

 

 
 


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