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Persönlich

Ihre Stimme für "Darmstadt & den Landkreis" in Berlin

Ich bin Ihre Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Darmstadt (früher WK 187, jetzt WK 186). Mit meinem Direktmandat vertrete ich Darmstadt und den westlichen Teil des Landkreises Darmstadt-Dieburg in Berlin und gebe Ihren Interessen eine Stimme.

Eine gezielte und qualifizierte Interessenvertretung ist nur möglich, wenn ich im ständigen Dialog mit den Wählerinnen und Wählern erfahre, „wo der Schuh drückt“. Deshalb wird es in dieser Legislaturperiode vielfältige Veranstaltungen und Gespräche in Darmstadt und dem Landkreis geben, zu denen Sie herzlich eingeladen sind, um in persönlichen Begegnungen meiner Wahlkreisarbeit inhaltliche Impulse zu geben.

In Berlin bin ich nach sieben Jahren Tätigkeit als Bundesministerin der Justiz jetzt „nur noch“ Abgeordnete. Die SPD-Fraktion hat mich zur Justiziarin gewählt. Die Justiziarin vertritt die Fraktion nach außen bei Prozessen und berät einzelne Mitglieder bei Streitigkeiten aus dem Mandat. Zudem bin ich Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien – eine Aufgabe, die mir viel Freude bereitet.

Mit dieser Seite möchte ich mich Ihnen vorstellen. Ich hoffe, diesen ersten Einblick in meinen beruflichen und politischen Werdegang demnächst durch eine persönliche Begegnung bei einer meiner Wahlkreisveranstaltungen vertiefen zu können.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Kassel. 1972 ging ich zum Jura-Studium nach Gießen. Nach dem 2. juristischen Staatsexamen arbeitete ich zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Gießener Universität, um 1984 an die hessische Staatskanzlei unter Ministerpräsident Holger Börner zu wechseln. In der Ministerialverwaltung zu arbeiten, also an der Schnittstelle von Verwaltung und Politik, hat mich sehr begeistert.

Drei Jahre später wurde ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Ersten Senat an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe abgeordnet. 1991 wechselte ich an die niedersächsische Staatskanzlei zu Ministerpräsident Gerhard Schröder nach Hannover, zunächst als Referatsleiterin für Verfassungsrecht, vier Jahre später wurde ich Abteilungsleiterin. Die Arbeit mit Gerhard Schröder hat mir großen Spaß gemacht. Als Chef förderte er Initiativen seiner Mitarbeiter und ließ hinreichend Spielraum für eigene Entscheidungen.

1997 wurde ich Staatssekretärin im niedersächsischen Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales. Zu dem umfangreichen Aufgabengebiet gehörte insbesondere das Thema Städtebauliche Entwicklung. Auch deshalb unterstütze ich heute gerne das Projekt „Soziale Stadt“.

 

Nach dem Bundestagswahlsieg von Gerhard Schröder 1998 wechselte ich mit ihm nach Berlin als Staatssekretärin im Bundesinnenministerium unter der Leitung von Otto Schily. In den darauf folgenden vier Jahren kümmerte ich mich u.a. um die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst, die Vorbereitung beamtenrechtlicher Gesetze, die Hilfe in den Herkunftsländern für Russland-Deutsche und dem Leistungssport in Deutschland. Ich war auch verantwortlich für die BundOnline Initiative der Bundesregierung. Deutschland wurde mit E-Governement fit gemacht für das 21. Jahrhundert. Als Staatssekretärin habe ich auch die reibungslose Computerumstellung in Deutschland zum Millenniumsjahr 2000 und die Fluthilfe der Bundesregierung bei der Hochwasserkatastrophe im Jahre 2002 verantwortlich koordiniert. Besonders diese beiden Aufgaben haben mir nachdrücklich gezeigt, wie sehr kollegiales und kooperatives Arbeiten zu Erfolgen führen kann. Nach dem erneuten Wahlsieg der rot- grünen Koalition im Herbst 2002 berief mich Bundeskanzler Gerhard Schröder als Justizministerin in sein Kabinett. Sieben Jahre war ich dann für die Rechtspolitik in Deutschland verantwortlich. Eine Zeit, die mir viel abverlangt hat, aber auch viele Erfolge gebracht hat. Wir haben in Deutschland in diesen Jahren weltoffener, liberaler und gerechter gemacht – zum Beispiel durch
  • die weitere Gleichstellung von homosexuellen Paaren,
  • die Reform der anwaltlichen Gebühren und die Beibehaltung der Prozesskosten- und Beratungshilfe,
  • die Anpassung des Urheberrechts an das digitale Zeitalter,
  • eine Reform des Versicherungsvertragsgesetzes mit der Rechten für Versicherte,
  • eine Reform des familiengerichtlichen Verfahren und des Unterhaltsrechts, des Versorgungsausgleichs und des Zugewinnausgleichs.
Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 kandidierte ich zum ersten Mal für den Deutschen Bundestag im Wahlkreis 187 (neu: 186). Das Vertrauen, das mir von den Wählerinnen und Wählern in Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt- Dieburg mit dem Direktmandat entgegen gebracht wurde, hat mich sehr gefreut. Es war mir Ansporn, mich im Wahlkreis sehr zu engagieren. Bei der Wahl am 27. September 2009 habe ich den Wahlkreis wieder direkt gewonnen. Zwar nur mit 45 Stimmen Vorsprung – aber: Gewonnen ist gewonnen.
 

Kurz-Vita

  • Geboren am 16. November 1953 in Kassel; ledig, keine Kinder
  • Von 1972 bis 1977 Studium der Rechtswissenschaft in Gießen.
  • Nach der ersten juristischen Staatsprüfung 1977 Referendariat im Landgerichtsbezirk Gießen. 1980 zweite juristische Staatsprüfung.
  • Anschließend bis 1984 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Gießen. Von 1984 bis 1988 Referentin in der Hessischen Staatskanzlei.
  • Von 1988 bis 1990 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht.
  • Seit 1991 Mitglied der SPD.
  • Ab 1991 Referatsleiterin und von 1995 bis 1997 Abteilungsleiterin in der Niedersächsischen Staatskanzlei.
  • Von 1997 bis 2002 war Brigitte Zypries Staatssekretärin. Bis 1998 im Niedersächsischen Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales, von November 1998 bis Oktober 2002 im Bundesministerium des Innern.
  • Vom 22. Oktober 2002 bis 27. September 2009 war Brigitte Zypries Bundesministerin der Justiz.
  • Seit 2005 direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Darmstadt und Darmstadt-Dieburg (siehe dazu: Mein Wahlkreis).